Veggiday Projekt Veggiday ARGUMENTE für den Veggiday   
 
     
 
 

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Argumente für den Veggiday

Satellitenbild von Europa und NordafrikaDas Thema "Klimawandel" ist hochaktuell, die Berichterstattung darüber ist seit dem gescheiterten Klimagipfel im Dezember in Kopenhagen deutlich angestiegen. Die globale Erwärmung muss gestoppt werden, denn wir haben nur diese eine Erde, die uns Lebensraum bietet, und die ist schon jetzt stark gefährdet.

Deshalb reden wir seit Jahrzehnten über die knappen Ressourcen Erdöl und Erdgas, bauen sparsame Autos, diskutieren über Energie aus Atomkraft, Solaranlagen, Windparks und Biogas, bauen und heizen bewusster und vor allem wärmegedämmt.
Dass die Ernährung einen großen Einfluß auf die zunehmende Erwärmung unseres blauen Planeten hat, war bisher eher ein Thema am Rande der Klimadebatte.  Im Jahresbericht 2009 der FAO heisst es: Die Viehhaltung (und damit der weltweite Fleischkonsum) spielt eine zentrale Rolle bei der Bekämpfung der Erderwärmung

Hier sind gute Gründe für einen fleischlosen Tag pro Woche:

A. Regelmäßige Erinnerung Ein regelmäßiger Tag ist wichtig zur Erinnerung - wie der Freitag, an dem es traditionell Fisch gibt. Ohne Regelmäßigkeit hat nichts Bestand.
B. Zuverlässiges
Angebot
Wer donnerstags essen gehen möchte, der sollte sicher sein können, donnerstags auf der Karte ein vegetarisches Angebot zu finden und nicht mittwochs oder montags. Das schafft Sicherheit für Gastwirt und Gäste.
C. Gemüsetag
GemOTag
BreVeTa
... könnte der Veggiday auf gut deutsch auch heißen (Gemüse-Obst-Tag oder Bremer-Vegetarier-Tag). Das macht aber auch nicht mehr Appetit, oder? Also nennen wir ihn einfach "Veggiday", das klingt fröhlich, macht Lust auf vegetarisches Essen und wird von Kindern, Jugendlichen und der ca. eine Million Touristen Bremens gleichermaßen verstanden. mehr ->
14 Argumente Warum ist ein regelmäßiger Veggiday so wichtig?
 1. Klimawandel Der Klimawandel wird wesentlich vom CO2-Ausstoß verursacht und unsere Ernährung hat darauf einen bislang zu wenig beachteten Einfluss.  Die FAO empfiehlt in ihrem Jahresbericht 2009, den Fleischkonsum zu regulieren.
 2. Gesundheit Eine ausgewogene Ernährung sieht einen reduzierten Fleischkonsum auf zwei bis dreimal pro Woche vor. Fleisch schadet Herz und Kreislauf und wir konsumieren darüber Hormone, Antibiotika und andere Medikamente.
 3. Massen-Tierhaltung Weniger Fleisch zu essen, bedeutet  weniger Massentierhaltung in viel zu kleinen Käfigen und Ställen, mehr artgerechte Aufzucht und weniger verbaute Landschaft.
 4. Bio-Produkte Weniger Fleisch zu konsumieren, spart Geld und ermöglicht es, zwar seltener, dafür aber um so hochwertigere Bio-Produkte bzw. Fleisch aus artgerechter Haltung zu kaufen.
 5. Regionale
Förderung
 
Wenn wir uns saisonal und regional angepasst ernähren und Produkte aus unserer Umgebung kaufen, dann hilft das auch den Bauern in unserer Region, die unsere Landschaft prägen und pflegen.  
 6. Ernährung
genießen
 
Eine nachhaltige Esskultur wird vielfältiger, wenn wir unsere Mahlzeiten mit viel Gemüse und Obst abwechslungsreicher gestalten, statt immer nur Schnitzel, Kartoffeln und Salat zu essen.
 7. Kinder lernen
zu essen
 
Unsere Kinder  müssen es nicht den Amerikanern nachmachen, die sich am liebsten von Hamburgern, Steaks und Pommes ernähren. Das macht dick und auf Dauer krank.  In einigen Regionen sind 45% der Amerikaner übergewichtig. 
 8. Krankheiten  Viele Krankheiten werden durch Tiere bzw. deren Fleisch auf Menschen übertragen, man denke an Vogelgrippe, BSE, Rinderwahn,  Gammel- und Ekelfleisch, Salmonellenvergiftung ---
 9. Hunger
in der Welt
1 Milliarde Menschen auf der Welt hungern u.a. weil die Tiere, die wir importieren,  Weideland brauchen oder Soja für Futtermittel der Massentierhaltung angebaut wird. Statt Viehfutter sollte Getreide für die Menschen angebaut werden.
10. Verbrauch von Wasser Um 1 kg Rindfleisch zu erzeugen, werden 15.000 Liter Wasser benötigt, und Süßwasser wird ein immer knapperes Gut auf der Erde, insbesondere in den unterentwickelten, armen Ländern, verursacht durch uns!
11. Regenwald Die Regenwälder der Welt sind ein wichtiger Klimafaktor und werden seit Jahrzehnten systematisch abgeholzt für Rinderherden, Futtermittel und Bio-Sprit, zur Zeit pro Jahr ca. 40% der Fläche der BRD. mehr ->
12. Lebensqualität  6,9 Milliarden Menschen müssen möglichst schnell mit unserer Erde sorgfältiger umgehen und sich entscheiden, ob man Auto fährt und täglich Fleisch isst oder ob man sich auf ein ausgewogeneres Konsumverhalten umstellt.
13.  Wachstum der
Bevölkerung
 
Die Weltbevölkerung ist in den letzten 100 Jahren extrem schnell gewachsen, der Fleischkonsum in den Industrienationen noch stärker. Die Bedürfnisse der Entwicklungsländer nähern sich unserem Konsumstandard. Wer Fleisch isst, ist wohlhabend.
14. Gutes
Beispiel
Die Industrienationen sind eindeutig die größten Verursacher der Treibhausgase. Sie sollten endlich mit gutem Beispiel vorangehen. Weniger Fleischkonsum wäre ein Anfang, denn Fleischkonsum schadet nicht nur dem Regenwald.
Unumkehrbare
Entwicklung
Klimaveränderungen beginnen zuerst relativ langsam, aber sie wirken langfristig und sind ab einem bestimmten Punkt nicht mehr umkehrbar. Diesen Schwellenwert zu erreichen, wäre der GAU (größte anzunehmende Unfall) für unseren Planeten. Wir sind auf dem Weg dahin.
 
 
 
- Veggiday ist eine Initiative für Klimaschutz und Ernährung in Zusammenarbeit mit der Bürgerstiftung Bremen -